Die 2020er Jahre
Die 2010er: Die Dekade der Neuerungen
In den Jahren 2010 bis 2019 finden jährlich zwei Verbandsfeste statt, außer in den Jahren 2012 und 2018, wo es nur eines gibt.
Im Jahr 2011 finden E-Prüfungen statt. Die Trommler-Ausbildung erfolgt ab nun nach der „Baseler Schule“. Ein Stabführer-Lehrgang wird in Simmerath durchgeführt. Beim Verbandsfest in Hürtgen 2011 findet auch ein Wertungsspiel statt.
Im Jahr 2012 tritt Robert Siebertz als Vorsitzender zurück. Das Amt bleibt kurzfristig unbesetzt, bis auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung Roland Kaspar als neuer Vorsitzender gewählt wird. Pläne enstehen für die Gründung eines „Wertungsrichter-Pools“ für die Festzugbewertung. Hier sollen Mitglieder aus allen angeschlossenen Vereinen vertreten sein. Die Homepage soll erneuert werden. D- und E-Lehrgänge gestalten sich zusehends als schwierig.
Mit dem neuen „Wertungsrichter-Pool“ werden die Kriterien 2013 nochmals geändert. Nach diesen Kriterien wird ab nun gewertet. Beim Verbandsfest in Vossenack wird beim Sternmarsch der Große Zapfenstreich dargebracht. In Rollesbroich wird versuchsweise der Vorbeimarsch musikalisch bewertet. Die neue Homepage wird 2013 vorgestellt und erweitert. Das Lokal „Zur Linde“, wo der Verband bisher tagte, schließt. Im Herbst 2013 findet die Versammlung erstmals in der Gaststätte „Bei Achim und Elke“ statt.
Eine große Mitgliederbefragung wird 2013 angeregt, die ausgearbeitet und 2014 durchgeführt wird. Sie ergibt unter Anderem den Wunsch nach mehr Flexibilität und Gestaltungsspielraum beim Ausrichten der Verbandsfeste. Das Verbandsfest in Eicherscheid bietet beim Solistenwettstreit auch die Besetzung „kleine Gruppe“ an. Dieses Angebot wird künftig mehrmals wiederholt, bis zum Ende des Jahrzehnts aber nie in Anspruch genommen. Das Verbandsorchester wird 2014 auf Initiative von Jan Reuter gegründet. Im selben Jahr beschließt die Mitgliederversammlung, dass die musikalische Bewertung mit in die Gesamtbewertung einfließen soll. In Vossenack findet die Rahmenveranstaltung „Der Verband klettert“ statt.
Als weitere Rahmenveranstaltung organisiert Mützenich 2015 einen Wandertag. Beim Verbandsfest in Schmidt spielt 2015 erstmals des Verbandsorchester unter der Leitung von Jan Reuter. Die musikalische Beurteilung fließt ab diesem Jahr mit 20% Anteil in die Festzugbewertung ein. Beim Verbandsfest in Elsenborn findet ein Marschparcours anstelle eines Umzuges statt. Der Solistenwettstreit wird dort mangels ausreichender Anmeldungen abgesagt.
Kalterherberg richtet 2016 ein Verbandsfest aus, wo auch das Verbandsorchester aufspielt, und ein Solistenwettstreit stattfindet. Dieser wird auf lange Zeit der letzte sein. Im Rahmen des Verbandsfestes von Kesternich im Jahr 2016 wird in Simmerath ein Wertungsspiel der Vereine durchgeführt, wo ebenfalls das Verbandsorchester auftritt.
Ein Wandertag in Strauch wird 2017 durchgeführt. Im selben Jahr legt das Verbandsorchester eine Pause ein. Im Jahr 2018 wird die Datenschutzgrundverordung erstellt und von allen angeschlossenen Vereinen unterzeichnet. Hürtgen erklärt sich bis auf Weiteres als spielunfähig. Anno 2019 fusionieren Eicherscheid und Konzen.
Ein zu hohes Verbandsguthaben wird 2019 an die Vereine ausgeschüttet. Ausrichtende Vereine erhalten höhere Prämien für Verbandsfeste – auch rückwirkend bis 2014. Das Verbandsfest 2019 in Elsenborn findet wieder mit Marsch-Parcours statt, und der Wandertag wird in diesem Jahr in Simmerath durchgeführt.
Personelle Veränderungen im Vorstand 2011
2. Vorsitzender: Bernard Schäfer
1. Geschäftsführer: Christof Schmitz 2012
Kassierer: Jan Reuter
1. Vorsitzender: Roland Kaspar (außerordentliche Vesrammlung) 2014
2. Geschäftsführer: Daniel Schweizer 2015
musikalischer Beauftragter: Jan Reuter
Kassierer: Remik Breuer
1. Geschäftsführer: Daniel Schweitzer (außerordentliche Versammlung)
2. Geschäftsführer: unbesetzt 2017
2. Geschäftsführerin: Simone Vorpahl
Das neue Jahrtausend
Nach 16 Jahren trat Ulrich Offermann auf der Mitgliederversammlung im September 2000 als Vorsitzender des Verbandes zurück. Als neuer Vorsitzender des Verbandes wurde Robert Siebertz vom Trommler- und Pfeiferkorps Konzen gewählt. Verbunden mit dem 106. Verbandsfest fand am 16. Juni 2001 der Festabend zum 50-jährigen Bestehen des Verbandes der Vereinigten Spielmannszüge Nordeifel statt. Vorsitzender Robert Siebertz konnte an die Gründungsmitglieder, die ununterbrochen dem Verband angehörten, eine Jubiläumsurkunde überreichen. Ein Höhepunkt des Abends war die Ernennung von Ulrich Offermann zum Ehrenvorsitzenden. Der Kameradschaftsabend schloss mit humoristischen Einlagen verschiedener Verbandsvereine.
Es ist zu hoffen und zu wünschen, dass die Entwicklung zum Wohle der Vereine noch lange fortschreitet.
Es ist gelungen, die Kameradschaft unter den Vereinen zu festigen, so dass heute der Zusammenschluss der Spielmannszüge als selbstverständlich angesehen wird, zumal er sich auf die musikalische Weiterbildung positiv für alle auswirkt.
Ein Jahrzehnt mit musikalischen Erweiterungen In den Jahren 2000 bis 2009 finden jährlich zwei Verbandsfeste statt, im Jahr 2008 sogar drei. Beim diesem dritten Verbandsfest in Kalterherberg wird der Zapfenstreich gespielt, und das Fest wird durch eine Fernsehberichterstattung des WDR bereichert. In Nideggen wird 2003 ein Wertungsspiel durchgeführt, an dem 9 Verbandsvereine teilnehmen. Ein weiteres Wertungsspiel findet 2009 in Strauch statt, an dem sich ebenfalls viele Verbandsvereine beteiligen. Beim Solistenwettstreit werden ab 2004 auch die Stabspiele wie Lyra, Xylofon und Marimba bewertet. In Elsenborn findet 2006 ein Lehrgang für Stabspiele statt. Ebenso wird 2009 ein Stabführer-Lehrgang durchgeführt.
Die Richtlinien für die Festzugbewertung werden in den Jahren 2006 und 2007 neu überarbeitet, nach denen ab 2008 bewertet wird.
Personal des Vorstandes bis 2001:
1. Vorsitzender: Robert Siebertz
2. Vorsitzender: Udo Lutterbach
Kassierer: Horst Förster
1. Geschäftsführer: Christoph Bongard
Musikalische Beauftragte: Verena Stollenwerk
Die musikalischen 90er
Für Ulrich Offermann ist Öffentlichkeitsarbeit ein wichtiger Aspekt, um dem Spielmannswesen in Gesellschaft und Politik seinen ihm gebührenden Platz im kulturellen Leben unserer Dörfer und Städte zu verschaffen. Die Eintragung des Verbandes ins Vereinsregister und die Mitgliedschaft der Vereine im Volksmusikerbund sollen dazu beitragen, die Lobby für die Volksmusik und das Potential für die Spielmannszüge auszuschöpfen.
Als Theo Offermann 1991 ausschied, hinterließ er eine Lücke, die nur mühsam geschlossen wurde. Für seine Pionierarbeit, die er dabei leistete, sei ihm an dieser Stelle gedankt. Stefan Schwan aus Eicherscheid wurde der neue Musikalische Beauftragte und Harald Wirtz aus Vossenack wurde Stellvertreter. Ein breites Ausbildungsangebot, z.B. Instrumental – Workshops, sollte die musikalische Qualität der Vereine verbessern. Auch wurde 1994 von Harald Wirtz der Solistenwettstreit neu geregelt und die musikalischen Elemente in den Vordergrund gestellt. Die Solisten konnten aus einem erheblich größeren Repertoire schöpfen.
1996 übernahm Arno Schmidt aus Hürtgen die musikalische Leitung. Ausdruck der musikalischen Aktivitäten sind die konzertanten Vorträge bei den D-Nadelverleihungen des VMB in der Aula des Gymnasiums in Monschau. Ein Höhepunkt war das Konzert des Verbandes am 27.10.1996 in der Aula der Hauptschule in Simmerath sowie der Auftritt des Kreisspielleutekorps des Kreises Aachen am 8. März 1998 in Rollesbroich, das sich nur aus Spielern des Verbandes zusammensetzte.
Beim 100. Verbandsfest 1998 in Vossenack fand wieder ein Kameradschaftsabend des Verbandes statt.
Die 80er Jahre
Als sich 1980 Friedel Wirtz aus Vossenack nicht mehr zur Wahl des Schriftführers stellte und kein Nachfolger aus den Delegierten gefunden wurde, änderte man die Satzung um den Passus, falls kein Delegierter bereit sei, ein Vorstandsamt zu übernehmen, könne ein anwesendes Mitglied eines Verbandsvereines, also auch ein Nichtdelegierter, gewählt werden.
Kunibert Linzenich aus Roetgen wurde zum Schriftführer gewählt. Nach 21 Jahren schied Ernst Schmidt aus Simmerath als Kassierer aus dem Verband aus.
Die Musik trat immer mehr in den Vordergrund. Die formalen Bewertungskriterien wurden zugunsten der musikalischen Kriterien zurückgefahren. Von den Neuerungen in der Verbandsarbeit profitieren nicht nur die Vereine, auch innerhalb des Verbandes wurden der Zusammenhalt und die Kameradschaft positiv beeinflusst. Als äußeres Zeichen wurde auf Initiative von Erich Palm und Schriftführer Kunibert Linzenich eine Standarte für den Verband entworfen. Unsere neue Verbandsstandarte wurde beim Verbandfest 1982 in Konzen im Rahmen eines Festgottesdienstes eingeweiht. Auf Grund dieser Einweihung wurde der Solistenwettstreit auf Samstag vorverlegtund bewährte sich so, dass diese Regelung beibehalten wurde.
In Würdigung seiner Verdienste wurde Erich Palm beim Verbandsfest in Rollesbroich 1984 zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Ulrich Offermann aus Kesternich wurde als Nachfolger zum 1. Vorsitzenden gewählt. Er setzte die Arbeit von Erich Palm konsequent fort und legte den Schwerpunkt auf die Aus- und Weiterbildung. Sein Ziel war es, möglichst viele musikalisch gut ausgebildete Spieler und Ausbilder in jedem Verein zu fördern. So organisierte der 2. Schriftführer Theo Offermann aus Konzen 1984/85 die ersten D1- und D2- Lehrgänge, deren Prüfungen von einer Kommission des DVB abgenommen wurden. Die Thematik gewann immer mehr an Bedeutung und führte zur Einsetzung eines „Musikalischen Beauftragten“. Dieses Amt übernahm Theo Offermann, der ja bereits seit einigen Jahren das gesamte Ausbildungs- und Lehrgangsangebot koordinierte.
Die Neuausrichtung in den 70ern
Eine spielerische Neuerung gab es auf dem Verbandsfest 1970 in Simmerath. Neben den bisherigen A-, B- und Sonderklasse wurde erstmals eine Konzertklasse eingeführt. Die Bewertung nach Harmonie und Musikgehalt zeugte von der Innovationskraft des Verbandes, den Mitgliedsvereinen neue musikalische Wege zu eröffnen.
Auf der Generalversammlung 1970 endete mit dem Ausscheiden von Edmund Ritter aus dem Vorstand eine Ära. 50 Jahre widmete er sich dem Spielmannswesen, 30 Jahre als Aktiver und Korpsführer in Imgenbroich sowie 10 Jahre als Vorsitzender und 6 Jahre als Stellvertreter. Auf Vorschlag ernannte Ihn die Versammlung zum Ehrenvorsitzenden.
1971 trat Monschau wieder dem Verband bei und bis zum Jahresendewurde das Tambourkorps Rheingold Hürtgen aufgenommen. Infolge der kommunalen Neugliederung wurde der Verbandsname 1972 in Verband der Vereinigten Spielmannszüge Nordeifel geändert. Wilhelm Palm aus Vossenack übernahm auf der Generalversammlung 1972 den Vorsitz von Ignaz Löhrer. Ignaz Löhrer schied aus gesundheitlichen Gründen aus. Da auch der 2. Vorsitzende Rudolf Jansen aus Kalterherberg nicht mehr kandidierte, übernahm Erich Palm aus Konzen diese Aufgabe. Auf Vorschlag von Wilhelm Palm wurde Ignaz Löhrer zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Erich Palm legte in der Folgezeit ein umfassendes Reformwerk vor, welches u.a. die Abschaffung des Wettstreites in der derzeitigen Form und die Umwandlung in ein Freundschaftstreffen und eine Neuorganisation des Solistenwettstreits beinhaltete. Die Bewertung des Festzuges wurde beibehalten.
Erich Palm wurde 1974 zum 1. Vorsitzenden des Verbandes gewählt und unterbreitete einen weiteren Reformvorschlag. „Jeder Verein solle einen Delegierten entsenden, die in ihrer Gesamtheit den Vorstand bilden. Aus ihrer Mitte soll der engere Vorstand gewählt werden“. Erich Palm schaffte es in vielen Gesprächen mit den Vertretern der Politik aus den Kreisen Aachen und Düren, Fördermittel für die Ausrichtung der Verbandsfeste zu bekommen. Parallel bemühte sich der Verband dank der Pionierarbeit von Ludwig Braun aus Strauch um zwei Lehrgänge über die Volkshochschule. Erste Kontakte zum Deutschen Volksmusikerbund (DVB) wurden geknüpft, von denen man sich Impulse für die musikalische Weiterentwicklung erhoffte.
Die turbulenten 60er
Bis 1960 traten die Vereine Dreiborn, Schmidt, Kesternich und Eicherscheid jedoch wieder aus dem Verband aus. Laut Protokoll von 1960 bestand der Verband erneut aus 10 Vereinen.
Anfang der 60er Jahre gestaltete sich der weitere Werdegang zunächst als schwierig. Aufgrund verschiedener Streitigkeiten schieden Kalterherberg, Hansa Simmerath und Monschau auch aus dem Verband aus. Mit der Aufnahme des belgischen Tambourkorps Elsenborn verlor der Verband schließlich seinen Kreischarakter.
In den Folgejahren war der Verband der Vereinigten Spielmannszuege und insbesondere der Vorstand unter der Führung von Ignaz Löhrer aus Strauch, der 1964 den Vorsitz von Edmund Ritter (weiterhin 2. Vorsitzender) übernommen hatte, sehr bemüht, die Kontakte zu den ausgetretenen Vereinen sowie den übrigen Vereinen des Kreises Monschau nicht abreißen zu lassen. Bis zum Kameradschaftsabend am 8. April 1967 gehörten die Spielmannszüge aus Eicherscheid, Kalterherberg, Kesternich, Rollesbroich und Schmidt dem Verband wieder an.
Das erste Verbandsfest
Zum ersten Verbandsfest am 27. Mai 1951, dessen Ausrichter Kalterherberg war, kamen die Vereine aus Eicherscheid, Kesternich, Konzen, Mützenich, Roetgen, Simmerath, Schmidt, Strauch und Vossenack. 1954 übernahm Edmund Ritter aus Imgenbroich den Vorsitz des Verbandes. In der Folgezeit traten die Korps aus Dreiborn, Imgenbroich und Monschau dem Verband bei.